Posted by admin on 11th January 2012

Augenpflaster

Augenpflaster sind selbstklebende Pflasterverbände, welche zur Behandlung von Erkrankungen und Verletzungen der Augen genutzt werden. In der Praxis kommen verschiedene Varianten zum Einsatz: Lichtundurchlässige Pflaster, lichtdurchlässige Pflaster und sterile Varianten, welche vor allem im Rahmen der Wundversorgung eingesetzt werden.

Am bekanntesten sind sicherlich lichtundurchlässige Pflaster, die auch als Okklusionspflaster bezeichnet werden. Diese kommen vor allem zur Behandlung der sogenannten Schwachsichtigkeit (Amblyopie) im Kindesalter zum Einsatz. Im Rahmen dieser Therapie wird das gesunde Auge für mehrere Stunden oder auch Tage abgeklebt. Dadurch wird das erkrankte Auge trainiert und die bestehende Sehschwäche ganz beseitigt oder deutlich verringert. Ohne eine solche Therapie besteht die Gefahr, dass das Sehvermögen des erkrankten Auges vollständig verloren geht, da es nicht ausreichend trainiert wird. Da das Tragen der Pflaster oft sehr unbequem ist, ist die Therapieform vor allem bei Kindern nicht sehr beliebt. Ältere Kinder werden durch das Tragen der Pflaster oft im Kindergarten oder in der Schule verspottetet und sind den Hänseleien der Anderen ausgesetzt. Um dies zu vermeiden, bieten viele Hersteller Pflaster mit den unterschiedlichsten Motiven an. Für Jungen stehen beispielsweise Pflaster mit Piraten- und Automotiven zur Verfügung. Mädchen können sich zum Beispiel für Prinzessinnen- oder Hello-Kitty-Motive entscheiden.

Doch nicht nur bei der Behandlung von Kindern kommen Augenpflaster zum Einsatz. Auch bei Erwachsenen ist die Durchführung einer erfolgreichen Okklusionstherapie möglich, auch wenn bei Kindern bis zu 12 Jahren die Fähigkeit zur Regeneration des erkrankten Auges besser ist. Oft hilft die Therapie mit Augenpflastern, einen operativen Eingriff am Auge, welcher mit zahlreichen Risiken verbunden ist, zu vermeiden.

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